Fragen

1. Führen Sie auch rituelle Beschneidungen aus?

Ja, wenn eine Beschneidung aus religiösen, rituellen oder hygienischen Gründen bei Jungen gewünscht wird, können wir diesen Eingriff je nach Alter und Umständen des Kindes in Narkose oder örtlicher Betäubung durchführen. Die Kosten einer Wunschbeschneidung werden nicht von der Krankenkasse übernommen, da es sich hier nicht um die Korrektur einer Vorhautverengung handelt.

Über Vor- und Nachteile einer Beschneidung können Bücher geschrieben werden, so dass diese hier nicht ausführlich abgehandelt werden können. Schließlich sind es die Eltern und die Familien mit den dazugehörigen Kulturkreisen, die diese Entscheidung treffen.

Ich bin selbst Perserin und daher mit solchem Denken und Ritualen vertraut. Ich werde Sie bei dieser Entscheidung umfassend beraten und mit meinen besten Künsten und meinem ganzen Können zur Verfügung stehen.
In unserer Praxis werden Beschneidungen von Neugeborenen bis zum jungen Erwachsenenalter mit verschiedenen Methoden durchgeführt. Für weitere Information vereinbaren Sie bitte mit uns einen Termin.

2. Warum darf mein Kind vor der Operation nichts essen oder trinken?

Durch die Narkose werden neben dem Bewusstsein und dem Schmerzempfinden auch die Schutzreflexe (z.B. Schluck-, Würg- und Hustenreflex) ausgeschaltet. Es besteht die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet oder ungeschützt in die Luftwege gelangt und eine schwere Lungenentzündung hervorruft. Diese Gefahr ist um so größer, je größer der Mageninhalt ist, das heißt, je kürzer die letzte Mahlzeit zurückliegt.

Vor jeder Narkose sollten Sie daher im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit mindestens sechs Stunden keine Nahrung zu sich nehmen und mindestens vier Stunden (bei Kindern zwei Stunden) nichts mehr trinken. Auch ein Bonbon, ein Kaugummi oder eine Zigarette erhöhen den Magensaftanteil und damit den Mageninhalt.

Bis sechs Stunden vor Ihrem Operationstermin darf Ihr Kind eine Kleinigkeit essen, bis vier Stunden vorher klare Flüssigkeit trinken.

3. Wie stark werden die Schmerzen nach der OP sein?

Schmerzen nach der Operation sind nicht vollständig zu vermeiden, sie können aber heute auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. Der Bedarf an Schmerzmitteln hängt vor allem von der durchgeführten Operation ab. Um Ihrem Kind und Ihnen die Zeit nach der Operation so angenehm wie möglich zu machen, wird bereits während des Eingriffes die Dosierung auf den erwarteten Bedarf abgestimmt. Nach der Operation kann die Behandlung jederzeit dem individuellen Zustand des Patienten angepasst werden. Wir informieren Sie gerne in einem persönlichen Gespräch genauer über Möglichkeiten adäquater moderner Therapie, insbesondere unter Berücksichtigung regionaler/lokaler Anästhesieverfahren.

4. Wann darf mein Kind wieder essen und trinken?

Zu frühzeitige Zufuhr von Flüssigkeit und fester Nahrung nach einer Narkose kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Im Interesse Ihres Kindes sollten Sie daher mit dem Trinken warten, bis das betreuende Personal im Aufwachraum Sie dazu auffordert. Bei Operationen an den Bauchorganen sollten Sie sich an unsere individuellen Empfehlungen halten. Nach Regionalanästhesie dürfen Sie Ihrem Kind unmittelbar nach der Operation zu essen und zu trinken geben.